Kreditorial-Glossar

Vorfälligkeitsentschädigung

Die Vorfälligkeitsentschädigung (VFE) bezeichnet das zu zahlende Entgelt für die vorzeitige außerplanmäßige Rückzahlung eines Darlehens oder Teilen davon während der Zinsfestschreibungszeit. 

Die VFE wird bei außervertraglichen und genehmigten Sondertilgungen fällig sowie wenn der Vertrag seitens des Kunden gekündigt wird. Im Falle einer rechtsgültigen Kündigung durch die Bank wird ein Schadenersatz fällig, der sich analog der Vorfälligkeitsentschädigung berechnet.

Wurde die Darlehenssumme noch nicht ausbezahlt, spricht man von der Nichtabnahmeentschädigung.

Entschädigung der Bank

Durch den vorzeitig zurückbezahlten Kredit entstehen der Bank einerseits ein Refinanzierungsschaden und andererseits ein Margenschaden, welche beide als Gesamtschaden in die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung einfließen.

Der Margenschaden stellt die verminderten Zinseinnahmen dar, die sich durch die kürzere Laufzeit ergeben. Der Refinanzierungsschaden bezeichnet die möglicherweise seit der Refinanzierung des Kredits verminderten Zinssätze, mit denen das freigewordene Geld nun wieder angelegt werden kann.

Vorfälligkeitsentschädigung bei Immobiliendarlehen

Bei Zinsfestschreibungen über zehn Jahren, besteht nach Ablauf von 10 Jahren die Möglichkeit, das Darlehen mit einer Frist von sechs Monaten ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung zu kündigen.

Navigation

Hat Ihnen diese Seite geholfen? Bitte bewerten Sie uns.

Unser Informationsportal ist und bleibt kostenlos für Sie. Mit Ihrem kleinen Feedback helfen Sie uns sehr weiter. Dankeschön!

Aktuelle Bewertung: 4.4 / 5
(insgesamt 89 Meinungen)


Kommentare und Meinungen zum Thema:

Sie möchten Ihre Erfahrungen und Wissen mit anderen Besuchern teilen oder möchten selbst eine Antwort auf Ihre Frage erhalten? Gern können Sie dafür unsere Kommentarmöglichkeit nutzen:

Keine Kommentare
Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*



*
*
nach oben