Autokredit - Alles wichtige zur Autofinanzierung

Auch wenn die Hersteller saisonal-, konjunktur-, modell- oder nachfragebedingt mit Rabatten locken, so können und wollen die Wenigsten ihr neues Auto bar bezahlen. Durch die relativ lange Nutzungsdauer von meist mehreren Jahren nimmt der Autokäufer lieber monatliche Raten in Kauf um sich seinen mobilen Traum zu erfüllen.

Neben den normalen Banken bietet auch so gut wie jeder Händler über seine Hersteller- oder Partnerbank Autokredite an. Um hier den Überblick nicht zu verlieren haben wir auf dieser Seite wichtige Tipps für Sie zusammengestellt.

Arten von Autokrediten:

normaler Autokredit

  • Anzahlung von meist 20%
  • monatlich gleichbleibende Raten

Ballonfinanzierung

  • keine oder niedrige Anzahlung (20 Prozent)
  • niedrige monatliche Raten
  • hohe Schlussrate

Tipps für einen Autokredit [© spectrumblue - Fotolia.com]

Tipps zur Finanzierung über einen Autokredit:

  • Holen Sie sich auf jeden Fall neben dem Finanzierungs-Angebot des Händlers zwei Angebote von normalen Banken ein: Neben günstigeren Konditionen und Kreditbedingungen können Sie dann ggf. auch als Barzahler auftreten und auf einen höheren Rabatt beim Fahrzeugkauf hoffen. Zudem wird der Kredit vom Händler meist auch subventioniert was dessen Marge schmälert.
  • Beziehen Sie in den Vergleich auch die Nebenbedingungen ein: Wird die Abtretung des Kfz-Briefes oder der Abschluss einer Vollkasko-Versicherung verlangt? Auch die Möglichkeit einer kostenlosen vorzeitigen Rückzahlung könnte interessant für Sie sein um Zinsen zu sparen.
  • Falls es Lockangebote, wie 0%-Finanzierung oder sehr günstige Zinsen gibt, prüfen Sie genau, ob diese nicht etwa nur für bestimmte Modelle oder Ausstattungsvarianten gelten.

Alternative: Barzahlung

Früher bekam man als Barzahler - also mit Begleichung der kompletten Kaufsumme - noch Zugeständnisse, wie einen Satz Winterräder geschenkt. Heute sind die Händler froh über jeden Finanzierer: Einerseits verdienen sie ggf. als Vermittler an dem Kfz-Kredit mit und andererseits sind Barzahler oft über 10 Jahre mit ihrer Anschaffung glücklich und keine Neuwagenkunden mehr. Außer mit Service- und Reparaturarbeiten kann mit diesen kein Geld verdient werden. Finanzierungskunden können hier oft eher für ein neues Fahrzeug begeistert werden.

Dem Händler ist es natürlich auch egal, ob er die Kaufsumme komplett vom Kunden oder von der Bank erhält. Rabatte oder andere Vorteile kann man also auch als Kunde aushandeln wenn man einen Kredit aufnimmt.

Alternative: Leasing

Beim Kfz-Leasing bezahlt man - ähnlich der Miete - nur für die Nutzung des Fahrzeugs. Endet das Leasing, so muss das Auto im für das entsprechende Alter und die vereinbarte Laufleistung gemäßen Zustand zurückgegeben werden.

Vorteile Leasing:

  • man kann für überschaubare Kosten ein Neufahrzeug fahren - nach Ablauf des Leasings wird meist gegen Zugeständnisse ein neues Leasing vom Händler angeboten
  • die Leasingkosten können bei Geschäftsfahrzeugen direkt steuermindernd angesetzt werden

Nachteile Leasing:

  • Schäden und Mängel am Fahrzeug sind vor der Rückgabe auf Kosten des Leasingnehmers zu beseitigen. Hier seien z.B. Schäden durch Vandalismus (Kratzer, Dellen), eigene Schuld (Brandlöcher im Sitz, Einparkschäden, Schäden an Alu-Felgen) oder auch nicht (mehr) durch die Herstellergarantie gedeckte Mängel (z.B. abgefahrene Reifen, Ölverlust) genannt.
  • Mehrkilometer stellt der Leasinggeber nach Überschreiten einer Toleranzgrenze (meist 2.000 km) kilometergenau in Rechnung
  • man investiert - ähnlich wie bei der Miete - nicht in einen eigenen Sachwert


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