Ein Hausfrauenkredit: Was soll das sein?

Kredit für Hausfrauen & Personen mit keinem oder geringem Einkommen

Hausfrauenkredit früher und heute

Der Begriff Hausfrauenkredit hat sich gewandelt: Bezeichnete er früher einen Kredit, den ein einkommensloser Ehepartner aufgrund der Bonität des anderen erhielt, so bedeutet er heutzutage nur noch einen Kleinkredit, den auch Personen mit keinem oder geringem Einkommen erhalten können.

Die historische Bedeutung des Hausfrauenkredits war die eines klassischen Personenkredites - also ein Kredit, welcher nur einem bestimmten Personenkreis vorbehalten war. In diesem Falle natürlich den Hausfrauen. Diese waren ohne eigenes Einkommen nicht nur auf finanzielle Unterstützung des berufstätigen Ehepartners angewiesen, sondern auch nicht mitspracheberechtigt beim Haushaltseinkommen.

Damit diese Hausfrauen aber auch eigene Anschaffungen ohne das Wissen und die Erlaubnis bzw. Unterschrift des Ehepartners tätigen konnten, wurde von den Banken dieser Kredit angeboten. Dieses Produkt wurde vor einigen Jahrzehnten geboren als die Konsumkredite gerade aufkamen und der großen Gruppe der Hausfrauen sonst vorbehalten war.

Mittlerweile gibt es diesen klassischen Kredit für Hausfrauen nur noch, wenn der Ehepartner als Bürge den Kreditvertrag mit unterzeichnet.

Die klassische Hausfrau gibt es heute immer weniger, da die meisten Frauen selbst berufstätig sind. Zudem wird der Kredit für Hausfrauen ohne eigenes regelmäßiges Einkommen aufgrund strengerer Richtlinien für die Kreditvergabe von den Banken nicht mehr angeboten.

In diese Lücke sind jedoch andere, meist online agierende, Kreditunternehmen und Kreditvermittler getreten, um unter diesem Begriff Kleinkredite für Personen mit geringem oder keinem regelmäßigen Einkommen anbieten zu können. Je nach Situation müssen dafür selbstverständlich andere Sicherheiten vorhanden sein.

Typische Zielgruppen sind hierbei nach wie vor Hausfrauen bzw. Hausmänner aber auch Alleinerziehende (vor allem Mütter), Personen ohne geregeltes Einkommen wie Arbeitslose und Geringverdiener (400-Euro-Jobber, Stundenten).

Die Höhe des "Hausfrauenkredits" ist dabei natürlich überschaubar, da nur geringe monatliche Raten für die Rückzahlung geleistet werden können. Auch bei langen Laufzeiten - da die Zinsen meist höher sind. Der Zweck ist jedoch nicht vorgeschrieben, so dass der Kredit nach der Genehmigung und Auszahlung zur freien Verfügung steht.

Einige Anbieter werben auch mit einer Online-Sofortzusage, wenn die nötigen Parameter abgefragt und beantwortet wurden.

Hausfrauenkredit ohne SCHUFA?

Eine SCHUFA-Auskunft dient nicht nur der Sicherheit des Kreditgebers, sondern soll den Kunden auch vor einer Überschuldung bewahren. Wenn Sie also einen Hausfrauenkredit trotz negativem SCHUFA-Eintrag in Anspruch nehmen wollen, sollten Sie sich dessen bewusst sein.

Tatsächlich gibt es durchaus seriöse Anbieter, welche ausdrücklich auf eine SCHUFA-Abfrage verzichten. Dies bezahlt der Kunde jedoch - je nach Sicherheiten - mit höheren Gebühren (z.B. zusätzliche Kreditausfallversicherungen) oder Zinsen. Der SCHUFA-freie Kredit ist also in der Regel teurer als mit SCHUFA-Abfrage.

Arten von Hausfrauenkrediten

  • Die typischste Form ist der klassische Ratenkredit: Hierbei wird eine Kreditsumme ausbezahlt bzw. überwiesen und diese dann in monatlich gleichen Raten inkl. Zinsen über eine bestimmte Laufzeit zurückbezahlt.
  • Auch Rahmenkredite werden mittlerweile angeboten: Hierbei wird ein Verfügungsrahmen für den Haushaltskredit auf einem separaten Konto eingeräumt den man ausschöpfen kann. Man zahlt dann monatlich einen gewissen Prozentsatz ab, kann aber auch Sondertilgungen leisten.

Tipps zur Aufnahme eines Hausfrauenkredits

  • Wenn Sie Ihren Kreditwunsch einem Kreditvermittler anvertrauen, achten Sie darauf, dass Sie vor Zusage und Auszahlung keine Provision oder Gebühr zahlen oder eine solche Klausel unterschreiben. Sie sollten Ihr individuelles Angebot also erhalten können ohne vorab und erfolgsunabhängig bereits Geld zu bezahlen.
  • Informieren Sie sich vorab im Internet ausführlich über die Anbieter von Hausfrauenkrediten bevor Sie dort einen Antrag einreichen. Holen Sie sich verschiedene verlässliche Meinungen ein. Vergleichen Sie unbedingt auch mehrere Anbieter miteinander.
  • Wägen Sie den Abschluss einer Kreditversicherung ab: Sollten Sie krank oder arbeitslos werden und sich Ihr ohnehin geringes monatliches Einkommen weiter verringern oder Sie sterben, springt dieser Versicherung - je nach Police ein.
  • Wenn Ihnen der Kredit gewährt wird, geben Sie das Geld in Ihrem Sinne nur für absolut nötige Dinge aus (z.B. ein Haushaltsgerät, was ein kaputtes oder altes unwirtschaftliches ersetzen soll). Wenn Sie sich etwas persönliches gönnen möchten, sollte hierfür kein Kredit genommen werden, da die relativ kurze Freude daran durch lange Rückzahlungen vermiest wird. Ein finanzieller Notfall oder Engpass sollte also vorliegen.
  • Nehmen Sie daher nur soviel Kredit auf wie Sie unbedingt benötigen - einige Kredite werden bereits ab 500,- Euro vergeben.
  • Seien Sie sich bewusst, dass bei langen Kreditlaufzeiten (Hausfrauenkredite werden sogar bis zu 10 Jahren Laufzeit angeboten), die summierte Zinslast beträchtlich wird, da die Zinsen Jahr für Jahr anfallen: Je länger, desto mehr Zinsen.

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