Kredit für neue Zähne und Zahnersatz

Finanzierung der Zahnbehandlung und -sanierung

Wie wichtig sind einwandfreie Zähne?

Wer heutzutage Wert auf ein gepflegtes Äußeres legt oder dies gar beruflich vorausgesetzt wird, kommt um ästhetische Zahnreihen nicht herum. Es muss nicht das sprichwörtliche strahlende Lächeln sein - das kann auch schnell unnatürlich oder einschüchternd wirken. Aber ein sympathisches Zähnezeigen lässt den Gegenüber bewusst und auch unterbewusst ein Urteil über die Person und ihre Vertrauenswürdigkeit zu. Und dies ist im Privat- und Berufsleben die Voraussetzung für ein erfolgreiches Miteinander.

Hat man nun Defizite an einzelnen Zähnen oder benötigt gar eine Sanierung des gesamten Zahnapparates, kann die moderne Zahnmedizin heute sehr viel leisten.

Aber nicht nur die Zahnästhetik ist von Bedeutung, sondern natürlich auch der gesundheitliche Aspekt: Kranke Zähne können benachbarte Zähne oder auch den gesamten Zahnhalteapparat schädigen und sogar den gesamten Organismus beeinträchtigen. Zahnwurzelentzündungen können auch das Herz schädigen.

Was leisten die Kassen bei der Finanzierung der Zahnarztrechnung?

Das Problem ist, dass die Krankenkassen natürlich nur das medizinisch notwendige Kosten übernehmen und der Patient für ästethetische Belange oder Sonderwünsche darüber hinaus in die eigene Tasche greifen muss. Je nach Behandlung und individuellem Zahnzustand kommen hier leicht einige hundert bis zu tausenden Euro zusammen. Die haben die wenigsten auf Tasche.

Zwar beteiligen sich die Krankenkassen bei Vorlage eines lückenlosen Bonushefts, welches die regelmäßigen Zahnarztbesuche dokumentiert, anteilig an den Kosten - jedoch bleibt im Regelfall immer noch ein Eigenanteil übrig.

Auch Zahnzusatzversicherungen, welche in den letzten Jahren mehr und mehr angeboten wurden, können die finanzielle Last von den eigenen Schultern nehmen. Jedoch muss diese vorab abgeschlossen werden und nicht erst nach dem Kostenplan

Günstiger Kredit für die Zahnbehandlung

Wenn die eigenen Mittel derzeit nicht ausreichen oder man die Kosten in mehreren bequemen Raten abzahlen möchte, bietet sich ein Ratenkredit an. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Ratenvereinbarung direkt mit dem behandelnden Zahnarzt
    Dieser kann einen solchen Kredit über sechs bis zwölf Monate gewähren. Die Entscheidung trifft er individuell und auch aus hinsichtlich der Patientenhistorie. Oft ist diese Ratenzahlung auch ein zinsloser Kredit, da die Praxis auf Zinszahlungen verzichtet.
  • Kredit von der Abrechnungsstelle
    Viele Zahnärzte verkaufen ihre Forderungen an eine sogenannte Abrechnungsstelle. Diese kümmert sich also um die Eintreibung der Rechnungssumme. Bei guter Bonität (kein negativer SCHUFA-Eintrag) kann der Patient von einer Gewährung einer Einräumung einer sechsmonatigen Ratenzahlung ausgehen ohne einen Einkommensnachweis vorlegen zu müssen. Zwar müssen hier Zinsen gezahlt werden, jedoch ist die Abwicklung einfacher als bei der Beantragung eines normalen Darlehenes.
  • Kredit vom Zahnärzteverband
    Auch der Freie Verband deutscher Zahnärzte (FVDZ) bietet über seine Finanz Service GmbH Kredite für die Zahnbehandlung an.
  • Dispokredit
    Wenn der Rechnungsbetrag nur zwischenzeitlich ausgelegt wird, weil dieser von der privaten Krankenversicherung oder der Zahnzusatzversicherung zurückerstattet wird, kann auch der Dispositionsrahmen des eigenen Girokontos genutzt werden. Dies ist jedoch nur als vorübergehende keineswegs über mehrere Wochen oder Monate zu empfehlende Lösung, da der Zinssatz für das Dispo oft immer noch zweistellig ist und die anfallenen Zinsen daher nicht unerheblich sind.
  • Zweckungebundener Konsumentenkredit bei der Bank
    Eine weitere Möglichkeit bieten natürlich die normalen Filial- und Direktbanken mit ihren zweckungebundenen Kleinkrediten. Da das Thema Zähne und vor allem Zahnersatz meist auch so diskret wie möglich behandelt werden möchte, muss man hier auch keinen Verwendungszweck mitteilen.

Tipps für einen Kredit beim Zahnarzt

  • Zunächst solle Sie die Möglichkeit eines Kredits nicht zur Durchführung von unnötigen oder luxuriösen Zahnbehandlungen verleiten. Unabhängig von Ihrem Kreditrahmen sollten unnötige oder nicht sinnvolle Behandlungen vermieden werden. Nicht immer ist auch der technisch neueste Stand (z.B. Zirkon statt Keramik oder sofortbelastbare Implantate) auch die beste Lösung.
  • Vergessen Sie nicht: Einen Kredit gibt es nicht geschenkt und die Rechnung wird unterm Strich von Ihnen bezahlt, nicht vom Kreditgeber.
  • Wenn Ihnen der Kostenplan schleierhaft ist, Sie ihr Bauchgefühl warnt oder wenn der Zahnarzt keine Ratenzahlung anbietet, sollten Sie eine zweite oder gar Dritte Meinung und dann auch ein Angebot eines anderen Zahnarztes einholen.
  • Voraussetzung für einen Zahnkredit ist in den allermeisten Fällen die Volljährigkeit und ein festes Einkommen.
  • Vergleichen Sie bei mehreren verzinsten Krediten unbedingt den effektiven Jahreszins. Dieser muss angegeben werden und alle Kreditkosten beinhalten.

Studie zu Krediten für Zahnbehandlungen

Eine Studie von Check24 über sämtliche abgeschlossenen Kredite ihrer Kunden zwischen Januar 2010 und Juni 2014 stellte interessante Zahlen zusammen. Berücksichtigt wurden neben dem Verwendungszweck auch die Kreditsumme, der effektive Jahreszins und das Nettoeinkommen.

  • Die durchschnitliche Summe für einen Kredit für Zahnersatz bzw. Zahnarztbehandlungen betrug im ersten Halbjahr 2014 8.076 Euro. 2010 waren es nur 5.315 Euro.
  • Das Nettoeinkommen der Kunden für einen Zahnkredit wuchs von 1.850 Euro (2010) auf zuletzt 2.078 Euro.
  • Der Zinssatz für den aufgenommenen Kredit wiederum sank im gleichen Zeitraum von 7,69 Prozent auf 4,59 Prozent.