Spartipps

Jeder gesparte Euro ist ein verdienter Euro. Dieser kluge Spruch besagt, dass man seinem Geld nicht sorglos und verschwenderisch umgehen sollte. Selbst Lotto-Millionäre sollten ihre Ausgaben mit Bedacht tätigen - und auch Menschen, die mit ihrer eigenen Arbeit ihr Geld verdienen, sollten dieses natürlich nicht verprassen. Sicherlich gönnt man sich auch mal ein paar schöne Dinge, jedoch ist Sparsamkeit keine schlechte Angewohnheit, sondern bietet höhere finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit von teuren Krediten.

Regelmäßiges Sparen statt einem Kredit / © Yabresse - Fotolia.com

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.

Auch diese alte Volksweisheit hat einen sinnigen Kern: Solange du Geld hast, lege davon regelmäßig etwas zurück. Wenn du in eine Situation gerätst, in der du nicht mehr so viel Geld hast hast, kannst du zumindest von deinen Rücklagen zehren.

Der Vorteil hierbei ist, dass man in diesem Notfall nicht auch noch fremdes Geld leihen muss. Erfahrungs- und naturgemäß leben die meisten irgendwo am Limit ihrer Möglichkeiten: Also knapp darunter (prima), genau darauf (gefährlich) oder eben darüber (Dispokredit - sehr gefährlich).

Der Trick besteht darin, vom gerade auf dem Konto eingetroffenen Einkommen sofort einen Teil (z.B. 10 Prozent) auf ein Sparkonto oder noch besser ein Tagesgeldkonto oder Aktiendepot zu überweisen (am besten per Dauerauftrag oder Einzugsermächtigung). Man hat dieses Geld faktisch erstmal nicht zur Verfügung und muss mit dem Rest versuchen auszukommen. Man gewöhnt sich daran und hat das sichere Gefühl, ein wachsendes Polster zu besitzen. Wenn dieses dann noch solide verzinst wird, blickt man entspannter in die Zukunft.

Tipps zum Sparen im Alltag

Jeder hat die Chance, aus seinem verfügbaren Geld mehr rauszuholen bzw. damit bedachter umzugehen. Es muss nicht jeder Cent dreimal umgedreht werden - man möchte ja noch etwas Lebensfreude haben, aber mit ein paar Kniffen oder Denkanstößen kann der chronisch klammen Haushaltskasse begegnet werden.

  • Führen Sie wenigstens für eine gewisse Zeit ein Haushaltsbuch und protokollieren Sie, wofür Sie wieviel Geld ausgeben. Dies kann augenöffnend sein, da sich kleine unscheinbare Beträge schnell auf ein stolzes Sümmchen addieren können. Ebenso sollten Sie die EC-Karte ruhig mal für eine Zeit zu Hause lassen und nur noch bar bezahlen. Der Griff zur Karte geht viel schneller und unreflektierter als wenn Sie mit richtigem Geld bezahlen und sich des Kaufs bewusst werden.
  • Bei großen Anschaffungen gilt: Vergleichen und beobachten Sie vorher intensiv die Marktsituation. Hierbei fallen Ihnen vielleicht auch Gegenargumente für den Kauf ein oder Sie finden ein vergleichbares und günstigeres Produkt. Auf jeden Fall werden dadurch auch Spontankäufe vermieden.
  • Lebensmittel und täglicher Bedarf:
    • vergleichen Sie die Preise (vor allem die Kilo- oder Literpreise bei verschiedenen Füllmengen) zwischen verschiedenen Discountern. Vorsicht bei Sonderangeboten aus den Prospekten: Mit diesen kann man zwar gut ein paar Euro sparen, aber es besteht die Gefahr, dass das Geschäft an anderer Stelle teurer ist.


      Wegen einem Einkauf lohnt sich der Aufwand freilich noch nicht - aber Sie gehen im Laufe Ihres Lebens ja hunderte bis tausende Mal einkaufen. Auf lange Sicht können die monatlichen Kosten hierbei je nach Konsumverhalten gut um einige Dutzend Euro minimiert werden.

    • Ein Klassiker noch: Gehen Sie nie mit leeren Magen einkaufen. Der Heißhunger verleitet Sie möglicherweise zu Fehlentscheidungen.
    • Tun Sie sich und Ihrem Geldbeutel etwas gutes: Rauchen und Trinken Sie weniger. Sowohl Alkohol und Nikotin sind Gifte, die Ihrem Körper schaden. Außerdem schlägt der tägliche Genuss mit etlichen Euro zu Buche. Probieren Sie es einfach aus - Sie werden sich freier und wohler fühlen. Falls Sie nicht so einfach davon loskommen: Suchen Sie sich professionelle Hilfe oder vertrauen Sie sich Freunden an.
    • Statt Mineralwasser genügt in den meisten Gegenden auch Leitungswasser. Dieses wird in Deutschland streng kontrolliert und enthält ebenso wertvolle Mineralien. Sie sparen sich dadurch auch Zeit und Mühe für den Einkauf und das Schleppen der Getränkekisten oder -gebinde.
  • Sparen Sie Energie und Wasser. Sie werden sich nicht nur bei den Nebenkostenabrechnungen oder Stromabschlägen freuen, sondern tun auch der Umwelt etwas gutes!
    • Die Heizung muss nicht immer auf Anschlag laufen (2-3 genügt).
    • Stoßlüften statt dauerhaft angekipptes Fenster.
    • Lieber einen Pullover anziehen oder in die Sofadecke bzw. an den Partner kuscheln als jeden Abend die Wohnstube zum Kochen zu bringen.
    • Beim Zähneputzen muss nicht die ganze Zeit das Wasser laufen - beim Einseifen unter der Dusche auch nicht.
    • Die Wäsche im Wäschetrockner nicht unbedingt bis schranktrocken lassen, sondern nur antrocknen.
    • Energiesparlampen sind garnicht so teuer - und auf lange Sicht erheblich günstiger. Prüfen Sie bei allen Lampen auch, ob ggf. auch eine geringere Leuchtstärke genügt oder ob es unbedingt die Festbeleuchtung statt eines gemütlicheren Lichts sein muss.
    • Der Kühlschrank kann gut und gerne ein oder zwei Stufen heruntergeregelt werden. Da dieser dauerhaft in Betrieb ist, lohnt sich jedes Grad.
    • Standby-Geräte über Nacht ganz ausschalten. Stecker vom Ladekabel ziehen, falls dies nicht aktiv ist. Am besten in Ihrer Abwesenheit mit einer Schalter-Steckerleiste die Geräte stromlos machen.
  • Auch beim Ausgehen können Sie sparen:
    • So gut wie in jeder größeren Stadt gibt es Partnerkarten oder Gutscheinhefte, mit denen Sie meist das zweite Essen oder den zweiten Eintritt kostenlos erhalten. Weiterer Vorteil dabei: Sie unternehmen wieder mehr mit Ihrem Partner.
    • Wenn Sie ins Kino gehen, nutzen Sie wenn möglich den Kinotag. Dieser ist meist Dienstag oder Mittwoch - wenn die Kinos mit geringeren Kartenpreisen dem Besuchertief entgegenwirken.
  • Schönheitspflege:
    • Beim Friseur können Sie sich erkundigen, ob Sie auch vom Azubi die Haare gewaschen und geschnitten bekommen können. Friseursalons sind dankbar für Lehr-Modelle und Sie sparen einige Euro. Vergessen Sie aber trotzdem das Trinkgeld nicht. 
  • Ausgaben zwischendurch:
    • Für den schnellen Hunger auf dem Weg zwischendurch beim Bäcker und Kiosk ein belegtes Brötchen? Wenn Sie dies regelmäßig machen, überlegen Sie sich Alternativen für dieses teure Hungerstillen. Meist reicht schon einen kleinen gesunden Snack dabeizuhaben. Z.B. ein Knäckebrot oder einen Müsliriegel.
    • Sie kommen frühs nur mit Ihrem Kaffee to go in die Gänge oder brauchen Ihre Unterwegs-Koffeindosis? Wenn Sie dies jeden Tag als Ritual begehen, summiert sich das recht schnell. Besorgen Sie sich doch einen Thermobecher und befüllen diesen zu Hause oder im Büro mit Kaffee. Sie haben keinen Kaffeeautomaten? Vielleicht wäre ja auch ein leckerer und gesunder Tee etwas für Sie? 
  • Sparen rund ums Auto:
    • Bilden Sie wenn möglich Fahrgemeinschaften für die Fahrt zur Arbeit oder wenn Sie Ihre Kinder zum Hobby bringen. Das stärkt nicht nur persönliche Bindungen, sondern auch Ihre Haushaltskasse. Bei längeren Fahrten in andere Städte lohnt sich ein Blick ins Internet um Mitfahrgelegenheiten zu finden oder anzubieten.
    • Tanken Sie lieber abends als morgens und lieber am Sonntag als am Freitag. Es lassen sich dabei regelmäßig Preisunterschiede von mehreren Cent pro Liter beobachten. Auch vor Feiertagen wie Ostern und Pfingsten sollten Sie den Tank rechtzeitig auffüllen bevor die Mineralölkonzerne die Reisewellen und ihre Marktdominanz für kräftige Preiserhöhungen ausnutzen. Nutzen Sie auch entsprechende Dienste im Netz oder eine mobile App um die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe zu finden.


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