Kreditorial-Glossar

Roll-over-Kredit

Der Roll-over-Kredit ist ein mittelfristiger bis langfristiger Kredit,

bei welchem der Zinssatz über die Laufzeit nicht fest vereinbart ist, sondern in regelmäßigen Zeitabständen den dann geltenden Marktverhältnissen angepasst wird.

Diese Zeitabstände der periodischen Anpassung des Zinssatzes sind üblicherweise 1, 3, 6 oder auch 12 Monate.

Kreditnehmer und Zinsbindung

Kreditnehmer eines Roll-over-Kredits sind für gewöhnlich keine gewöhnlichen Konsumenten, sondern mittlere und größere Unternehmen sowie auch Staaten und deren Untergliederungen (Bund, Länder, Gemeinden, Anstalten und Körperschaften).

Der Kreditnehmer profitiert also von Zinssenkungen, trägt jedoch natürlich auch das Risiko für Zinssteigerungen. Innerhalb der vereinbarten Zinsbindungsfrist von einem bis zwölf Monaten bleibt dieser jedoch konstant. Nach Ablauf dieser Frist wird dem Kreditnehmer üblicherweise vertraglich eingeräumt, dass er den Kredit teilweise oder ganz tilgen kann oder eine neue Zinsbindungsfrist vereinbaren kann (rollover).

Zinssatz

Die Kreditzinsen setzen sich einerseits aus dem definierten Referenzzins (z.B. EURIBOR oder auch LIBOR) sowie einem fest vereinbarten Aufschlag (der Marge) zusammen. Der Aufschlag bestimmt sich vor allem durch die Bonität des Kreditnehmers.

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