Weihnachtskredit: Warum Sie das lieber lassen sollten!

Weihnachtskredit 2014 [© Andy Dean - Fotolia.com]

Alle Jahr wieder: Auf einmal ist die Adventszeit angebrochen und Weihnachten steht vor der Tür. Die Kinder schreiben ihre Wunschzettel und schnell wird klar, dass die Haushaltskasse oder Rücklagen für derlei Wünsche nicht ausreichend ausgestattet ist.

Hier ergibt sich ein Konflikt: Man möchte seine Kinder nicht enttäuschen und sich vielleicht nicht eingestehen, dass man ihnen nicht ausreichend Materielles bieten kann. Schnell ertappt man sich beim Gedanken, woher man nun kurzfristig Geld für Geschenke bekommen kann und studiert die Kreditangebote, welche derzeit wieder allerorten aufploppen oder im Briefkasten landen. Vor allem Sparkassen tun sich hier hervor und bewerben offen Weihnachtskredite, um "sich oder seinen Lieben einen sehnlichsten Wunsch zu erfüllen".

Doch halt! Was wollen Sie Ihren Kindern bieten? Einen soliden Haushalt mit genug gesunder Nahrung und einer warmen Wohnung - oder dass Sie sich persönlich überschulden? Die Kreditlaufzeiten für einen Weihnachtskredit laufen z.B. bei der Sparkasse bis zu 84 Monatsraten - das sind 7 Jahre oder 7 Weihnachten! Und bei einer Kreditsumme von 10.000 Euro bezahlen Sie dafür monatlich über 150 Euro und insgesamt knapp 3.000 Euro Zinsen.

Gehen Sie mit Ihren Kindern den Wunschzettel durch und haken Sie nach: Warum muss es genau das Spielzeug sein? Weil alle es haben? Weil es gerade hip ist? Vielleicht wäre es sinnvoller, wenn das Kind bei Freunden spielen kann - oder regelmäßige Spielabende im Kreis der Familie anberaumt werden? Die soziale Kompenente ist dabei so wertvoll für die Entwicklung und ist durch nichts zu ersetzen.

Weiterhin sollten Sie mit dem Kind bereden, was aus dem Spielzeug aus den letzten Jahren geworden ist. Liegen diese nur noch in der Ecke? Können sie dann vielleicht verkauft werden (z.B. über Kleinanzeigen). Das Kind begreift dann schnell den Wert- und Interessensverlust des Geschenkes und hat sich aber einen Teil für den neuen Wunsch bereits "verdient". So kann der Nachwuchs spielerisch auf den Ernst des Lebens vorbereitet werden.

Unser Tipp: Tun Sie sich und Ihrer Familie den großen Gefallen: Leben Sie nicht über Ihre Verhältnisse. Wenn Sie nicht genug Geld für Weihnachtsgeschenke haben, ist dies keine Schande. Aber eine Überschuldung ist es schon. Und die freundliche Bank oder Sparkasse wird bei ausbleibenden Raten schnell unangenehm. Und vergessen Sie nicht: Weihnachten ist schnell wieder vorbei - die Schulden und Kreditzahlungen bleiben über Monate oder gar Jahre. Und mit ihnen vielleicht schlaflose Nächte und noch größere finanzielle Sorgen.


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