Bundesbank-Finanzstabilitätsbericht 2014: Risiko Niedrigzinsen

Frankfurt am Main - Sitz der Deutschen Bundesbank [© davis - Fotolia.com]

Die Bundesbank hat heute ihren jährlichen Finanzstabilitätsbericht für 2014 veröffentlicht.

Darin kommt sie zu dem Schluss, dass Deutschland nach wie vor keine Immobilienblase droht. Zwar steigen die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser, jedoch bergen diese Preissteigerungen laut Einschätzung der Bundesbank keine übermäßigen Risiken für die Finanzstabilität.

Eine destabilisierende Wechselwirkung zwischen der Kreditvergabe der Banken und dem Preisniveau für Immobilien sei aktuell nicht zu erkennen. 

Ungeachtet dessen bleibt das Bankensystem in Deutschland weiterhin anfällig für Krisen am Immobilienmarkt. Aktuelle Umfragen ergaben, dass steigende Ausfälle bei Hypothekenkrediten zu beobachten sind.

Der Immobilienmarkt wird jedoch weiterhin sehr genau beobachtet und bei der Erkennung von Gefahren auch Handlungen vollzogen.

Durch die anhaltende Phase der niedrigen Zinsen der EZB wird das Risiko für das deutsche Finanzsystem nicht entlastet. Es besteht latent die Gefahr der unnatürlichen Entwicklung in bestimmten Marktsegmenten. Derzeit sind die Unternehmensanleihen und syndizierten Kredite besonders auffällig. Das betrifft vor allem Versicherungsunternehmen, die ihren Kunden in der Vergangenheit versprochenen hohen Renditen nicht bieten können.

Die Bundesbank empfiehlt den Instituten und Versicherungsunternehmen, ihre Geschäftsmodelle und Kostenstrukturen zu prüfen und zu optimieren um aufgrund sinkender Erträge auch international wettbewerbsfähig zu bleiben.


Hat Ihnen unser kostenloses Informationsangebot geholfen?
Mit Ihrem Feedback oder einer Weiterempfehlung helfen Sie uns sehr weiter. Dankeschön!

(einfach auf den entsprechenden Stern doppelt tippen)(einfach auf den entsprechenden Stern klicken)

Aktuelle Bewertung: 4.5 / 5 (insgesamt 289 Meinungen)