Niedrigste Arbeitslosigkeit seit 1991

Erneut ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland gesunken: Im November waren 16.000 Menschen weniger arbeitslos als im Oktober. Und damit auch 84.000 weniger als noch vor einem Jahr. Insgesamt sind damit laut Statistik 2,633 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos - das entspricht einer unveränderten Quote von 6,0 Prozent. Damit sind so wenige Menschen auf Jobsuche wie zuletzt vor 24 Jahren.

Die anhaltend gute Lage auf dem Arbeitsmarkt führt damit laut Bundesagentur für Arbeit nicht nur zu sinkenden Arbeitslosenzahlen, sondern sorgt auch für ein kräftiges Plus bei der Erwerbstätigkeit und Beschäftigung. Da zudem weniger Geld für Arbeitslosenförderung und Insolvenzgeld gezahlt werden muss, rechnet die Behörder bis zum Jahresende mit einem Überschuss von 3,13 Milliarden Euro.

Das Statistische Bundesamt meldet für Oktober die seit der Wiedervereinigung höchste Zahl von 43,4 Millionen Erwerbstätigen.

Auch die deutsche Wirtschaft blickt laut einer Befragung von 25.000 Unternehmen durch den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zuversichtlich ins neue Jahr und rechnet mit 200.000 neuen Arbeitsplätzen. Der Beschäftigungsaufbau steigt jedoch nicht mehr so schnell an, wie in konjunkturell vergleichbaren Jahren.

Kritiker werfen den Statistikern vor, die Zahlen durch diverse Arbeitsmarktmaßnahmen und Rechnereien zu beschönigen: So zählen etwa 1-Euro-Jobber, sog. Aufstocker, Langzeitkranke, Menschen in Weiterbildungsmaßnahmen oder Langzeitarbeitslose über 58 Jahren nicht als arbeitssuchend.


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