Bundesagentur für Arbeit verzeichnet 2014 Milliarden-Überschuss

Agentur für Arbeit [© bluedesign - Fotolia.com]

Durch die positive Entwicklung des Arbeitsmarkts 2014 in Deutschland, erwirtschaftete die Bundesagentur für Arbeit (BA) im letzten Jahr einen Überschuss von 1,4 Millliarden Euro. Die BA, welche die Arbeitslosenversicherung mit Beiträgen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern verwaltet, konnte damit die eigenen Gewinn-Erwartungen von 160 Millionen Euro weit übertreffen.

Der Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigen lag im Jahresschnitt bei rund 500.000. Dadurch konnten 300.000 Euro mehr als erwartet eingenommen werden.

Durch längere Kurzarbeitslosigkeit (2014 fanden Arbeitslose im Schnitt erst nach 140 Tagen eine Arbeit; 2013: 130 Tage) lagen die Ausgaben für das ALG 1 jedoch 700 Millionen Euro über den Planungen. Jeder einzelne Tag mehr, kostet die BA pro Jahr also über 60 Millionen Euro.

Der Milliardenüberschuss soll nach BA-Vorstandschef Weise in die Rücklagen fließen. Diese wachsen damit zwar auf immerhin 3,3 Milliarden, reichen nach Angaben der BA jedoch bei weitem nicht für schwere und lange Krisenzeiten. Wenn - wie 2008 während der Wirtschaftskrise - umfassende Kurzarbeiterprogramme nötig werden, läge die finanzielle Lücke bei 20 bis 30 Milliarden Euro.


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